Europäische Abschreckungspolitik wiederholt sich

Kanarische Inseln

Die Atlantikroute zu den kanarischen Inseln ist teilweise über 1000 Kilometer weit. Sie gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Die Abschottungspolitik Europas mit der Schließung zahlreicher Fluchtrouten, der Praxis illegaler Pushbacks und zweifelhafter Abkommen mit Staaten wie Libyen, dem Niger oder der Türkei zwingt Geflüchtete wieder vermehrt zu der lebensbedrohlichen Überfahrt. Dieses Jahr haben 20.000 Menschen den Weg über den Atlantik auf sich genommen. Mindestens 600 von ihnen sind 2020 bei der Überfahrt gestorben- die Dunkelziffer wird weit höher geschätzt. Die, oft illegale, Schließung von Fluchtrouten erzeugt nur Andere und Gefährlichere.

Obwohl die Zahlen der Ankommenden so gering sind, dass es für einen Staat von der Größe Spaniens kein Problem darstellen sollte, hat die Spanische Regierung bereits geäußert, dass es ihr oberstes Ziel ist, möglichst alle Neu Angekommenen schnell abzuschieben. Den Menschen werden faire Asylverfahren verweigert, Geflüchtete müssen auf dem Boden schlafen und es entstehen abgeschottete Camps. Auf den spanischen Inseln wiederholt sich die Schande der europäischen Abschreckungspolitik, wie sie auf den griechischen Inseln seit Jahren betrieben wird.

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